Mittwoch, 29. August 2007

Das unglückliche Mädchen

Es war einmal ein armes Bauernmädchen. Sie war sehr schön und ihre Eltern liebten sie. Aber egal, was sie taten, das Mädchen lächelte nie.
Die Leute im Dorf sagten: „Das liegt daran, dass sie arm ist.“

Doch da dies ein Märchen ist, fand sie bald einen Prinzen, der sich in ihre Schönheit verliebte und sie zur Frau nahm. Sie hatte ein eigenes Schloss mit ihrem eigenen Hofstadt, doch das schöne Mädchen blieb unglücklich, was dem Prinzen, der bald zum König wurde, das Herz brach. Seine Weisen sagten: „Das liegt daran, dass sie nie die Freuden des Lebens kennen gelernt hatte.“

Da es sich in dieser Zeit so schickte, schrieb er einen Wettbewerb aus. Derjenige, der die Königin von ihrem Fluch befreien könnte, würde reich belohnt werden.
So kamen viele Gaukler und Spielmänner, Feste wurden gefeiert und viel Wein getrunken, doch egal, was sie auch taten, die Königin blickte nur mit trüber Miene auf das Geschehen und erteilte einen Todesbefehl nach dem nächsten. Denn wer den schnellen Weg zum Geld sucht, der solle wissen, dass es immer einen Haken gibt.

So vergingen viele Jahre, bis ein Prinz eines benachbarten Königsreiches für ein paar Tage am Hofe weilte. Er war bekannt für sein großes Herz und sein Volk liebte ihn.
Wie er so Tag ein, Tag aus, das grausame Spiel der Königin beobachtete, bekam er Mitleid mit den Opfern. Er bat um eine Audienz und sagte: „Euer Unglück liegt darin, dass ihr nicht den Wert der Dinge seht.“

Die Königin verzog keine Miene als sie ihn hinrichten lies.
Und so entbrannte ein Krieg zwischen den beiden Ländern, der zum Tod des Königs und seiner Königin führte. Ihr Unglück wurde das Unglück des Landes, denn sie hatte den Wert des Prinzen nicht erkannt.

(Das passiert, wenn die Welt meinen Ansprüchen an Unterhaltungswerten nicht gerecht wird und das Textverarbeitungsprogramm offen steht. Ich wasche meine Hände in Unschuld.)

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